Wahlprogramm 2026
1. Bürokratieabbau und Digitalisierung
-Digitalisierung der Verwaltung, auf kommunaler und Landkreisebene – hier brauchen wir einen „Masterplan“ mit Augenmerk auf die bundesweite Interoperabilität
-Vereinfachung von behördlichen Vorgaben und Prozessen, z.B. bei Baugenehmigungsverfahren
2. Effizienz und Kostendisziplin in der Kreisverwaltung
-Prüfung und Umsetzung von Effizienzsteigerungen, angesichts der derzeitigen Neustellen-Sperre, z.B. mittels KI-Anwendungen nach DSGVO Kriterien (Hosting auf deutschen Server, C5 Testat etc.)
-Vereinfachung von Prozessen und Straffung der IT-Tool-Struktur
Vermeidung von kostenintensiven gerichtlichen Prozessrisiken, Etablierung eines juristischen Rats zur Vorprüfung
-Lückenloses Finanzcontrolling und stringente Einhaltung von Compliance-Grundsätzen
-Fortlaufende Prüfung auf Kostenreduzierungen
-Mittelfristige Konsolidierung des Kreishaushalts
3. Wohnen und Infrastruktur
-Konzentration auf die Instandhaltung und Sanierung der bestehenden Infrastruktur, insbesondere im Verkehrswegenetz und den sozialen Einrichtungen (KiTa’s, Pflegeheime etc.)
-Sanierung und Ausbau von Radwegen, Fahrradstraßen
-Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, z.B. über die Wohnbaugesellschaft Ebersberg und die Wohnungsgenossenschaft Ebersberg, sozialer Wohnungsbau
4. Bildung
-Punktuelle und zügige Umsetzung von Neubaumaßnahmen, sofern finanziell darstellbar, wie z.B. bei den beiden Großschulprojekten Gymnasium Poing und Berufsschulzentrum Grafing
-Mittelfristiges Ziel der Etablierung einer FOS/BOS im Landkreis, ggf. auch in Kooperation mit bestehenden Schulen im Umkreis
5. Medizinische Versorgung
-Ein klares „Ja“ für die Trägerschaft des Landkreises für das Klinikum Ebersberg München-Ost
-Begrenzung des MVZ des Klinikums auf die wirklich zentral in Ebersberg darstellbaren medizinischen, ambulanten Versorgungsangebote
-Erhalt der Facharztpraxen in der Fläche im Landkreis
-Das MVZ muss sich finanziell selbst tragen; im freien Wettbewerb zu den KV-Praxen/MVZs stehen
6. Gewerbe, Handwerk und Industrie
-Beibehaltung und Ausbau der guten Standortfaktoren im „Speckgürtel“ von München
-Unterstützung von best-practice-Ansätzen für ausgewählte Branchen
-Bestreben nach Ansiedelung von Innovations- und Marktführern
7. Umweltschutz und ÖPNV
-Umsetzung eines sog. praktischen – keines ideologischen! – Umweltschutzes, d.h., nur bei finanziell und technisch darstellbaren Möglichkeiten
-Einbindung und Beteiligung der Bevölkerung vor Ort, z.B. bei Windkraft- und Photovoltaikprojekten
-Technologieoffene Umsetzung der regenerativen Energiewende
-Prüfung des derzeitigen ÖPNV-Netzes auf kostendeckende Auslastung
8. Landwirtschaft
-Eintreten für den Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis
-Einsatz für den Abbau von bürokratischen Hürden über unsere übergeordneten politischen Ebenen (Landtag, Europaparlament)
9. Vereine und Ehrenamt
-Einsatz für die Beibehaltung von freiwilligen Leistungen
-Ausweitung der Benefits für ehrenamtlich tätigen Personen, z.B. über die Ehrenamtskarte auf Bundesebene Rentenpunkte
10. Kultur und Brauchtum
-Förderung der lokalen Kultur und des Brauchtums, z.B. in der Musik, den Trachten, Dialekt etc.
-Ausdrückliche Offenheit für das „friedliche Nebeneinander“ mit anderen Kulturen
11. Familie und Kinder
-Sicherstellung der landkreisweiten Hebammenversorgung
-Senkung der KiTa Selbstbeteiligung evtl. in Abhängigkeit zum Einkommen
-Förderung der Ganztagsbetreuung in Schulen
-Familienpass Ebersberg (EBE-Pass) z.B. Veranstaltungen im Landkreis und angrenzende Landkreise, überregionaler Pass