Für das mit hochgiftigen, krebserregenden Stoffen verseuchte Bahnschwellenwerk in Kirchseeon verbietet sich meines meines Erachtens bis dato jegliche Einleitung eines Bauleitverfahrens, bevor nicht eine umfassende Bodensanierung des gesamten Geländes durch den jetzigen Besitzer, der ECE Group GmbH, erfolgt ist.

Inzwischen werden diese Gifte bis über 20 Meter Tiefe in das Grundwasser eingeschwemmt. Auf dem Gelände befinden sich, gut kartiert, mehrer Hotspots von sehr hoher Konzentration der hochgiftigen Stoffe. Mindere Konzentrationen sind auf dem gesamten Gelände zu finden. Diese sind der Gemeinde Kirchseeon, dem Landratsdamt Ebersberg und auch dem neuen Besitzer, derr ECE Group bekannt.

Der gefährlichste Hotspot mit sehr hoher Konzentration von krebserzeugenden wasserlöslichen Quecksilbersalzen liegt in der nähe der Tennisplätze im östlichen Randbereich. Er hat die Größe von zwei Fußballfeldern, reicht bis 12 Meter Tiefe und sitzt einer Kalklehmplatte auf. Versiegelt zur Zeit mit einer Wasser undurchlässigen Betonplatte.

Weitere Hotspots mit hohen Konzentrationen u. a. von Teerölen, PAK, liegen vor allem östlich des Roten Turms und entlang der Bahngleise. In der Filteranlage gegenüber dem Kirchseeoner Bahnhof wird soweit als möglich das schon ins Grundwasser gelangte Quechsilbersalz gebunden und von den Teerölen gereingt, um dann wieder in das abfließende Grundwasser gepumpt zu werden. Weder Ebersberg noch Steinhöring gewinnt seit Jahrzehnten aus diesem Grundwasser sein Trinkwasser.

Jetzt hat Kirchseeon die Riesenchance, vom Objektentwickler, der ECE Group, eine grundlegende Sanierung der Hotspots und des gesamten Bahnschwellengeländes zu verlangen, vor einer tollen Objektplanung mit oberflächlichen Bodenaustausch von 30 bis 60 Zentimeter und Zubetonierung.

Dies bedeutet aber einen großzügigen Aushub und die Entsorgung der kontanmienierten Erde, wie sie z. B. mit Erfolg von Spezialfirmen durchgeführt wurde auf dem Gasometergelände südlich des Augsburger Hauptbahnhofes, oder gerade bei der Sanierung des Schwellenwerks in Zernsdorf östlich von Berlin/Brandenburg.

Diese Sanierungskosten dürften wohl um ein Vielfaches höher sein, als die vom Bayrischen Denkmalschutzamt auferlegte Verpflichtung, den Roten Turm und das danebenstehende Verwaltergebäude als Industriedenkmal zu sichern und zu restaurieren, oder ein neues Rathaus, eine neue Kita oder ein neues Feuerwehrhaus zu bauen.

Pressekontakt:
Kreisvorsitzender der Freien Wähler Ebersberg
Dr. Wilfried Seidelmann
Tel: 08092 22384
dr-seidelmann@t-online.de

Mit der Stimme der Freien Wähler wurde der Haushaltsplan am 1.12.2022 des Landkreises Ebersberg abgelehnt. Dr. Wilfried Seidelmann rechtfertigte seine Entscheidung in einer Presseerklärung.

Warum habe ich den Haushaltsplan 2022 abgelehnt?

Die Erhöhung der Kreisumlage um 1 Punkt ab 2022 war in unserer Fraktion noch nicht ausdiskutiert. Zudem konnten bei den Freiwilligen Leistungen für 2022 bis dato von den über vorgesehenen 5 Millionen in diesem Arbeitskreis lediglich 30.000 Euro eingespart werden. Weiterhin unverändert ist die Position mit 160.000 Euro per anno für den EHC Klostersee.

Die schwere Mängelrüge des BKPV mit den unübersichtlichen Zuordnungen von Haupt- und Nebenkontenbuchungen im Rechnungswesen des Landkreises hat zu einem Forderungsverlust in den letzten 6 geprüften Jahren in Höhe von 400.000 Euro geführt. 240.000 Euro Rückerstattung von Krankenkassenkosten von Sozialhilfeempfängern durch die Regierung von Oberbayern sind verfristet, können also nicht mehr zurückgefordert werden. Es wird nun versucht, über die Haftpflichtversicherung des LKR diesen Betrag zumindest anteilig zurückzuholen.

Um das Doppig-Buchungssystem von 2004 schnellstens auf den neuesten Stand zu bringen, wie auch vom BKPV dringlichst gefordert, bedarf es mehr Personal im Rechnungswesen. Dies wäre mit dem vorgesehenen Haushalt 2022 nicht möglich gewesen. Hier gibt es einen strikten Personaleinstellungsstop.

Weitere Beratungen werden nun mit allen Parteien erfolgen, um doch noch einen zeitnahen Haushalt 2022 zu verabschieden.

Dr. Wilfried Seidelmann, Sprecher der FW/BP-Fraktion im Ebersberger Kreistag 


Pressekontakt:
Kreisvorsitzender der Freien Wähler Ebersberg
Dr. Wilfried Seidelmann
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Kreisvorsitzender der Freien Wähler Erding
Ullrich Gaigl
Tel: 0171 6452029
gaigl@st-wolfgang-ob.de

Über die kontroverse Diskussion zur Corona-Impfung innerhalb der Freien Wähler lesen Sie bitte hier weiter.

Auch die Presse berichtete mehrfach darüber.

Lesen Sie hier als PDF-Datei das Grundsatzprogramm der Freien Wähler Oberbayern.
Es lohnt sich immer, über Details Bescheid zu wissen.