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Aktuelles

Neue Homepage ab Juli 2017

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www.fwg-poing.de

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Aktuelles aus dem Gemeinderat

Westring und Bergfeldstraße – Zukunft gestalten

Liebe Poingerinnen und Poinger,

am vergangenen Mittwoch fand in der Aula der Anni-Pickert-Schule eine Anhörung zur zukünftigen Gestaltung des Westrings und dem Übergang zur Bergfeldstraße statt. Im Laufe der sehr gut besuchten Veranstaltung wurde klar, dass es nicht für alle eine 100% zufriedenstellende Lösung geben kann. Zu unterschiedlich sind die Vorstellungen, Bedürfnisse und Anforderungen an die zukünftige Entwicklung.

Einerseits die Anwohner, die den aktuellen Status mit Tempo 30 und Parkplätze auf der Straße bewahren wollen, andererseits Bürgermeister, Verwaltung, Planer und letztendlich der Gemeinderat, die für zukünftig funktionierenden Verkehrsflüsse in diesem Bereich in der Verantwortung stehen.

Das Wachstum Poings wurde bereits vor mehr als 30 Jahren festgelegt. Die Anpassung der Wohngebiete W7/W8 auf mehrgeschossige Bauweise mit Fokus auf Mietwohnungen und der daraus resultierenden Erhöhung der Einwohnerkapazität von 2000 auf 4000 ist dem unausweichlichen Druck zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums geschuldet.

Nun muss aber auch die Verkehrsinfrastruktur an die Zahlen des Verkehrsplanungsbüros angepasst werden. Die Planungen gehen von einer Verdopplung von derzeit 3000 auf 6000 Fahrzeuge im Westring aus, und dafür muss aus unserer Sicht die Leistungsfähigkeit des Westrings erhöht werden.

Wir werden in den anstehenden Besprechungen und Planungen versuchen diesen Spagat zu bewältigen, die Lebensqualität der Bewohner des Westrings und die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur unter einen Hut zu bekommen. Die Einwände und Sorgen der Anwohner müssen ernst genommen werden, Argumente ausgetauscht und ein bestmöglicher Kompromiss gefunden werden. Eine 100%-Lösung im Sinne des Antrags der Bewohner wird es aber wahrscheinlich nicht geben können. Hier muss realistisch angemerkt werden, dass schon vor mehr als 30 Jahren bei der Namensgebung „Westring“ der zukünftigen Bedeutung der Straße wohl schon Rechnung getragen wurde.

Als wichtigen Schritt für die Bewältigung der innerörtlichen Verkehrsflüsse muss aus unserer Sicht auch das bereits gestartete Projekt der überregionalen Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden forciert werden. Pendlerausweichstrecken durch innerörtliche Straßen, wie hier im Westring, gilt es zu verhindern. Im Großraum Poing müsste zum Beispiel wieder die Ortsumfahrung Pliening in die Diskussion aufgenommen werden. Ein Anschluss Poings an eine solche Umfahrung würde den Druck auf das bestehende Straßennetz sicherlich mindern.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Manfred Vodermeier

Fraktionssprecher

 

Ältere Meldungen

Änderung der Stellplatzsatzung

Liebe Poingerinnen und Poinger,
in der letzten Gemeinderatssitzung wurde auf Veranlassung der Verwaltung die Änderung der bislang gültigen Stellplatzsatzung beschlossen. Gründe für die Überarbeitung waren unter anderem Änderungen in der aktuellen Fassung der Bayerischen Bauordnung.

Darüber hinaus wurden folgende, wesentliche Änderungen beschlossen:

  1. Anrechnung von Stellplätzen vor Garagen bei Einfamilien-/Doppel- und Reihenhäusern auf den Stellplatznachweis
  2. Der Stellplatznachweis für den sozialen Wohnungsbau wurde konkretisiert.

Wir als FWG-Gemeinderatsfraktion begrüßen insbesondere die Änderung der Anrechnung der Stellplätze vor den Garagen und haben dies entsprechend unterstützt. Es erleichtert unserer Meinung nach eine verträgliche Nachverdichtung speziell in den „alten“ Poinger Ortsteilen. Die bislang bestehenden Bestimmungen verhinderten immer wieder geplante Anbauten und Erweiterungen aufgrund des nicht erfüllbaren Stellplatznachweises.


Entwurfsplanung zur Verlängerung Anzinger Straße


Auch der zweite Anlauf der Entwurfsplanung zur Verlängerung der Anzinger Straße stieß in der letzten Gemeinderatssitzung auf wenig Zustimmung. Hauptkritikpunkt waren vor allem die Positionierung der Querungshilfen, die zu weit vom Kreuzungsschnittpunkt entfernt liegen. Dies ist überwiegend der sehr groß dimensionierten Gesamtkonzeption mit Linksabbiegerspuren geschuldet, die derzeit Bestandteil der mit dem Landratsamt abgestimmten Kreisstraßen-Planung sind.

Wir von der FWG haben in der Sitzung angeregt, gegebenenfalls auf die Einplanung der Linksabbiegerspuren zu verzichten. Dieser Verzicht hätte aus unserer Sicht mehrere Vorteile:

 

  • Natürliche Reduzierung der Geschwindigkeit im Kreuzungsbereich
  • Positionierung der Querungshilfen kann deutlich näher zum Straßen-Kreuzungsbereich hin  erfolgen
  • Weitgehende Beibehaltung des derzeitigen Straßenverlaufs der Anzinger Straße.

Uns ist bewusst, dass der Verkehr auch in nächsten Jahren nicht weniger werden wird, aber in der jetzigen Planungsversion zur Verlängerung der Anzinger Straße (hin zur neu zu bauenden Bahnüberführung zum „Hanselbrunn“) auf die Nutzung „Durchgangsverkehr“ zu setzen, sollte aus unsere Sicht nochmal grundsätzlich überdacht werden. Hierbei sollte auch das Landratsamt als Kreisstraßenplaner zukünftige Visionen und Alternativen für die über-kommunale Verkehrsinfrastruktur-Planung berücksichtigen, wie sie zum Beispiel aktuell in einer Arbeitsgruppe von Gemeinden im Münchner Osten diskutiert werden.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Andreas Lang

Liebe Poingerinnen und Poinger, 
das 17. Poinger Straßenfest am vergangenen Sonntag hat wieder tausende Besucherinnen und Besucher angelockt – ein herzliches Dankeschön an

 

  • das Orga-Team des Straßenfestes
  • die Gemeindeverwaltung
  • der ARGE der Bauträger und allen weiteren Sponsoren
  • sowie natürlich allen mitwirkenden Geschäftsleuten und Vereinen

für die einmal mehr sehr gelungene Veranstaltung!

Nächste Woche: Unser FWG-Treff am Mittwoch, 5. Juli, 20.00 Uhr

Wir laden bereits heute wieder sehr herzlich alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu unserem

nächsten FWG-Treff
am Mittwoch, den 5. Juli 2017,
in das Restaurant „Afrodite“, Gruber Str. 46a,

ein. Dieses Mal beginnt unser „Treff“ aufgrund einer vorhergehenden Vereinsveranstaltung erst gegen 20.00 Uhr.

Kommen Sie mit der Vorstandschaft, unseren Gemeinderäten und Mitgliedern ins Gespräch - uns ist Ihre Meinung zu den gemeindlichen Projekten wichtig: Sinnvolle Vorschläge, konstruktive Kritik oder Anregungen wie es Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat in Poing besser machen könnten.

Mitgliederversammlung 2017 am 8. Juli 2017, 10.30 Uhr

Alle Mitglieder unseres Vereins wurden bereits form- und fristgerecht zu unserer

Mitgliederversammlung 2017 – mit Neuwahl der Vorstandschaft –
am Samstag, den 8. Juli 2017, um 10.30 Uhr,
im „Wirtshaus zur Poinger Einkehr“, Plieninger Str. 22,

eingeladen. Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen!

Für die FWG Poing
Günter Scherzl, 3. Bürgermeister

Faktencheck Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

ergänzend zu den Artikeln der verschiedenen Fraktionen im letzten Gemeindeblatt hier ein KVÜ-Faktencheck der FWG:

Fakten:

  • Die Gemeindeverwaltung empfiehlt die Einführung einer KVÜ.
  • Das CSU-geführte bayrische Innenministerium empfiehlt im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 die KVÜ. Die Polizeiinspektion Poing empfiehlt die Einführung der KVÜ und unterlegt diese Empfehlung auch mit eindeutigem Zahlenmaterial.
  • Aufgrund veränderter und wachsender Anforderungen, sowie begrenzt verfügbaren sachlichen und personellen Mitteln kann nach eigener Aussage der PI Poing, die Verkehrsüberwachung nicht mehr im erforderlichen Maße durchgeführt werden.  Bei der KVÜ im Rahmen eines Zweckverbandes übernimmt die Kommune (als Mitglied des Zweckverbandes ohne eigenen nennenswerten kapazitativen Mehraufwand) zum Teil die hoheitlichen Aufgaben der Polizei. Verwaltung und Gemeinderat als Kontrollorgan haben hier maßgeblichen Einfluss auf die Ausgestaltung der KVÜ.
  • Die FWG hat sich hier klar für den Anschluss an den KVÜ Südostbayern ausgesprochen, einem Zusammenschluss von derzeit 118 Gemeinden zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, die hoheitlich tätig ist. Rechtlich und abwicklungstechnisch ist die KVÜ in der Form als Zweckverband der Polizei gleichgestellt.
  • Die KVÜ für den ruhenden Verkehr (die nicht eingeführt wird) hätte auch im Rahmen eines Anschlusses an einen Zweckverband realisiert werden und  aus unserer Sicht mit einem Minimum an Stunden starten sollen. Es wäre ebenso eine Gesprächsgrundlage mit den Betreibern City-Center / V-Haus gewesen, ob deren private Dienstleister noch benötigt werden. Eine entsprechende Anfrage der FWG an die Verwaltung liegt hier vor.

Alternative "Fakten" der CSU:

  • In Poing blitzen jetzt dann „Dienstleister“ und „Unternehmen“
  • Man bekommt einen Strafzettel, wenn man 1 km/h zu schnell gefahren ist
  • Es werde eine restriktive Parkraumüberwachung durch private Unternehmen geplant.

CSU-Alternativvorschläge zur KVÜ:

  • Mehr Halteverbote. Parkverstöße können dann die Bürger bei der Polizei anzeigen.
  • Überhöhte Geschwindigkeit ist gefährlich, aber eine Kontrolle löst das Problem nicht.
  • Verkehrskonzept mit mehr Verkehrsspiegel, Koordination von Baumaßnahmen und Ausbau der Radwege.

Lassen Sie diesen Faktencheck einfach in Ruhe auf sich wirken. 
Gerne stellen wir Ihnen auch die Unterlagen aus den öffentlichen Beratungen des Gemeinderates zur Verfügung. Email-Anfrage genügt. 

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Manfred Vodermeier
Fraktionssprecher
manfred.vodermeier@fwg-poing.de

„G’scheider als die Polizei erlaubt“ (KW 21)

Liebe Poingerinnen und Poinger, 
der Gemeinderat beschloss in der letzten Sitzung mit deutlicher Mehrheit der Stimmen von FWG, SPD und Grünen die Einführung der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) für den fließenden Verkehr.

Die vorgelegten Messzahlen zu überhöhter Fahrgeschwindigkeit und den daraus resultierenden Verkehrsunfällen in Poing waren u.E. klar und eindeutig, die Empfehlungen sämtlicher Experten aus Verwaltung, Innenministerium und Polizei zur Einführung einer KVÜ sind es ebenso: Dies lässt für uns nur den Schluss zu, diesen Empfehlungen zu folgen.

Die FWG-Fraktion warb in der Sitzung für eine möglichst geschlossene Zustimmung zu diesem Grundsatzentschluss, um ein klares Signal für das Bestreben nach mehr Verkehrssicherheit zu senden und den hohen Stellenwert im Gremium zu unterstreichen.

Leider kam die CSU-Fraktion geschlossen und der Vertreter der FDP zu einer anderen Bewertung der Fakten. Es wurde mit veralteten Zahlenmaterial argumentiert (Unfallstatisitik 2012 - 2014) und leider nur „Teil-Zitate“ aus den Erhebungen umliegender Gemeinden verwendet, die überwiegend die KVÜ für den fließenden Verkehr positiv bewerten.

Die Einführung der nun beschlossen KVÜ im fließenden Verkehr ist aus unserer Sicht natürlich nicht die Alleinlösung, aber ein wichtiger Baustein für mehr Verkehrssicherheit auf Poings Straßen und die Basis für ein ganzheitliches neues Verkehrskonzept, für das wir uns – gerade im Hinblick auf die weitere Bevölkerungs- und infrastrukturelle Entwicklung Poings - einsetzen. Doch das beste (noch zu erstellende) Verkehrskonzept bringt nichts, wenn man nicht bereit ist, bestehende Regeln im erforderlichen Maße zu kontrollieren und Verstöße zu sanktionieren.

Die von der CSU vorgetragenen „Verkehrskonzept“-Lösungen, die sich hier in durchaus sinnvollen Details zu Fahrbahnmarkierungen, Positionierung von Verkehrsspiegeln, Umleitungsschilder- und Varianten bei Baustellen etc. aber ein wenig im Detail verloren, unterstützen wir als FWG im vollem Umfang. Die ablehnende Haltung der CSU zur KVÜ bei der wichtigen Komponente Geschwindigkeit halten wir hingegen für einen sehr  fahrlässigen Umgang mit dem Thema Sicherheit auf Poings Straßen.

Der Beitrag der FDP zu diesem Thema, dass es keinen Handlungsbedarf gäbe und „… die Verwaltung solle nicht Arbeitskraft vergeuden, was die Polizei besser kann …“  ist bestens bekannter FDP-Stil in Poing. Nein sagen ist halt einfacher, als konzeptionell beizutragen.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Manfred Vodermeier, Fraktionssprecher

Benennung des Poinger Bürgerhauses nach Max Mannheimer

Liebe Poingerinnen und Poinger,

der Gemeinderat hat am vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen, das Poinger Bürgerhaus nach Max Mannheimer zu benennen. Vorausgegangen waren intensive Gespräche der Gemeindeverwaltung mit Historikern, Poinger Zeitzeugen, Angehörigen von Max Mannheimer sowie Vertretern der beiden christlichen Kirchengemeinden.

Wir haben in der Sitzung angeregt, den Weg vom Bürgerhaus zum Bahnhof / dem Mahnmal, dem Ort des schrecklichen Geschehens Ende April 1945, mit geeigneten Tafeln o.ä. als „Gedenk-Verbindungsstrecke“ auszugestalten.

Antrag der CSU-Fraktion bzgl. Erhöhung der Trainingskapazitäten und Errichtung eines Verkaufskiosk im Sportzentrum zurückgestellt

Hier hat uns die Vorgehensweise des Antragstellers gewundert – das von der Sache her absolut unstrittige Antragsziel hätte man mit vorheriger (persönlicher, nicht antrags-schriftlicher) Kommunikation mit der Gemeindeverwaltung und den Fraktionen genauso erreicht. Entsprechende Gespräche wurden und werden ja geführt, und der Gemeinderat hat erst im März, vor zwei Monaten, die Neukonzeption des Sportplatzareals beschlossen.

Maßnahmen zur Belebung des Poinger Marktplatzes

Nach intensiven Vorbereitungen – u.a. Workshops mit der ARGE der Bauträger, der Marktgilde und den Poinger Fieranten – wurden aus unserer Sicht nun gute Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität sowohl des Marktplatzes an sich als auch des Wochenmarktes beschlossen:

  • Auf Basis der Planung des Landschaftsarchitekts Max Bauer, Wörth, wird der Marktplatz strukturell gegliedert und u.a. mit einem Mehrgenerationenspielplatz an der Bürgerstraße ausgestattet.
  • Auf unseren Vorschlag hin werden von der Gemeinde Poing neue Hütten angeschafft, die nicht nur den Fieranten (gegen eine vertretbare Gebühr / Pacht) zur Verfügung gestellt werden, sondern auch in anderer Art und Weise nutzbar sein werden, z.B. bei Konzerten, Veranstaltungen etc. – eben dafür, dass der Marktplatz künftig „mit Leben gefüllt wird“.

Die Frage nach dem Bau einer öffentlichen Toilette im Marktplatzareal wurde dagegen vorerst zurückgestellt; hier wird geprüft, ob eine dauerhafte Lösung im P + R – Gebäude am Bahnhof möglich ist.

Für die FWG Poing
Günter Scherzl, 3. Bürgermeister

Kommunale Verkehrsüberwachung in Poing (KW 18)

Liebe Poingerinnen und Poinger, 
in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde über die Einführung einer Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) in Poing beraten.

Die dem Gremium durch den Dienststellenleiter der  Polizeiinspektion Poing, Helmut Hintereder, vorgelegten Zahlen zu Geschwindigkeitsmessungen im Gemeindebereich (Messungen im 3-4. Quartal 2016) lassen für uns keinen anderen Rückschluss zu, der klaren Empfehlungen der PI Poing zur Einführung einer KVÜ vor allem für den fließenden Verkehr zu folgen. Die erfassten Durchschnittsgeschwindigkeiten sowohl in Tempo-30- als auch Tempo-50-Zonen liegen ohne Ausnahme aus verkehrssicherheitstechnischer Betrachtung im hohen Gefahrenbereich. Spitzengeschwindigkeiten wie  z.B. in der Schulstraße mit 100 km/h (Tempo 30) oder Kirchheimer Allee 113 km/h (Tempo 50) sprechen für sich und müssen nicht weiter kommentiert werden.

Herr Hintereder erklärte explizit, dass im Zeichen ständig wachsender Aufgaben und Einsatzzahlen die eigentlich hoheitliche Aufgabe der innerörtlichen Verkehrsüberwachung durch die Polizei personell nicht mehr im erforderlichen Maße zu gewährleisten ist. Daher ist es aus der Sicht der FWG-Fraktion unabdingbar diese Funktion der Gemeinde in Form eines Anschlusses an einen Zweckverband (z.B. der KVÜ Südostbayern) zu übertragen. Es handelt sich hier nicht um die Beauftragung eines „privaten Blitzerdienstes“ als „Einnahmequelle“ oder „Abzocke“ sondern um die Übertragung dieser hoheitlichen Aufgabe, die einzig und allein der Verkehrssicherheit in Poing dient.

Warum es im Gremium teilweise andere Einschätzungen hierzu gab, erschließt sich uns nicht. Die endgültige Ausgestaltung der KVÜ bezüglich Dienstleister, Häufigkeit, Messstellen etc.   ist sicher noch zu diskutieren und obliegt zudem in vollem Umfang der Verwaltung und dem Beschluss des Gemeinderates.  Sich aber schon der Grundsatzentscheidung zur Einführung der KVÜ entgegenzustellen, halten wir für den falschen Ansatz.

Wir als FWG-Fraktion stellen uns hier unserer Verantwortung für die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf den Straßen unserer Gemeinde und würden es sehr begrüßen, wenn der Gemeinderat mit der Einführung einer KVÜ nicht nur mehrheitlich, sondern geschlossen den überwiegend positiven Erfahrungen aus den Nachbargemeinden und vor allem den Expertenempfehlungen aus Verwaltung und Polizei folgt.


Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Manfred Vodermeier, Fraktionssprecher


Grundsatzbeschluss zur Beckengröße des neuen Schwimmbads

In der Gemeinderatssitzung letzte Woche wurde auch über die Beckengröße des neu zu bauenden Schul- und Lehrschwimmbads an der Gruber Straße beraten. Wir hatten uns bislang für die kleinere Beckengröße, 8 Meter, ausgesprochen, vor dem Hintergrund, dass wir eine nicht unerhebliche weitere hohe Investition durch die Gemeinde ausschließlich für den „eigenen Bedarf“, jedoch nicht zugunsten für die Nutzung durch Schüler(innen) aus anderen Gemeinden  befürworten. Auf Basis der aktuell erhobenen Schülerzahlprognose und vor allem einer sich abzeichnenden künftigen weiterführenden Schule / Gymnasium in Poing haben wir uns nun doch für das breitere Schwimmbecken mit 12,5 Metern ausgesprochen – schließlich baut man ein Schwimmbad für einen langen Nutzungszeitraum und es sollte demnach nicht nach kurzer Zeit schon wieder zu klein sein. In der größeren Beckenvariante sind dann zwei Übungseinheiten gleichzeitig möglich. Für das 12,5 Meter breite Schwimmbecken sind Mehrkosten (jedoch bereits inklusive öffentliche Förderungen) in Höhe von 650.000 € erforderlich. Gerade als kinder- und jugendfreundliche Gemeinde sollte es uns das aber wert sein – vergessen wir auch nicht, dass über die örtlichen Vereine das Bad durch die Poingerinnen und Poinger dann auch „in der Breite“ noch besser genutzt werden kann.

Für die FWG Poing
Günter Scherzl, 3. Bürgermeister

Infoveranstaltung zur Parksituation an der Karl-Sittler-Straße (KW 15)

Am Donnerstag vergangener Woche fand in der Mehrzweckhalle der Karl-Sittler-Grundschule eine Informationsveranstaltung der Gemeindeverwaltung zur Parksituation im Bereich dieser Schule statt, die ja nach diesem Schuljahr abgerissen wird. Ca. 30 Anwohnerinnen und Anwohner waren der Einladung gefolgt, um im konstruktiven und offenen Dialog die Problemstellungen gemeinsam zu erörtern. Bedingt durch die kommende Baustelle auf dem  Schulareal werden die derzeitigen Parkmöglichkeiten am Rathaus und an der Wertstoffsammelstelle an der Schulstraße wegfallen; eine gewisse Entlastung der Parksituation wird es zumindest in der Poststraße zwischen der Rathaus- und der Karl-Sittler-Straße geben, wenn dort 18 (Schräg-)Parkplätze errichtet werden und in diesem Abschnitt dann eine Einbahnstraßenregelung gelten wird. Zusätzliche Anforderungen ergeben sich ab September 2017 durch die erforderliche Beförderung der Grundschüler(innen) der Karl-Sittler-Schule zur neuen Schule / KiTa im Poinger „Zauberwinkel“, hier werden noch Detaillösungen für geeignete Haltestellen der Schulbusse gesucht. Schließlich wird am „Polizeispielplatz“ an der Markomannenstraße zusätzlich das Provisorium für den neu zu bauenden katholischen Kindergarten Am Endbachweg errichtet, was ebenfalls verkehrs- und sicherheitstechnische Lösungen für die Kinder erfordert.

Das Wichtigste in einem solchen Prozess ist, dass die Gemeindeverwaltung - zusammen mit der Polizei, den Schulleitungen, Elternbeiräten etc. – auch weiterhin im offenen und engen Austausch mit der Bevölkerung bleibt, um praktikable und vor allem sichere Lösungen zu finden. Danke in diesem Sinn an alle Beteiligten!

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, 3. Bürgermeister

Straßenentwurfsplanung für die Verlängerung der Anzinger Straße abgelehnt

Letzten Donnerstag wurde im Gemeinderat vom beauftragten Planungsbüro der Entwurf für die Verlängerung der Anzinger Straße vorgestellt, vor dem Hintergrund des Neubaus der Eisenbahnüberführung in der Straßenführung von der Anzinger Straße zum Hanselbrunn. Nachdem im Planentwurf einige wichtige Fragen für uns im Gremium nicht befriedigend gelöst werden konnten, etwa die Radwegführung in der Verlängerung der Anzinger Straße oder die Gestaltung der bisherigen Parkplätze gegenüber des ehemaligen Gasthauses Liebhart (Stichwort „Maibaum“ als gestalterischer Mittelpunkt des „alten“ Ortskerns), haben wir den Entwurf in der vorliegenden Form abgelehnt und an den Planer zur Überarbeitung zurückgegeben. Gerade an diesem ganz wichtigen zentralen Ort sollten aus unserer Sicht nicht nur rein funktionale Aspekte zum Tragen kommen.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, 3. Bürgermeister

Seit letztem Donnerstag ist die FWG-Gemeinderatsfraktion wieder komplett! (KW 14)

Nach dem krankheitsbedingten, von uns allen sehr bedauertem Ausscheiden von Michael Frank aus dem Gemeinderat wurde in der Sitzung am vergangenen Donnerstag unser Listennachfolger der Kommunalwahl aus dem Jahr 2014, Manfred Vodermeier, vereidigt.

Und nach guter bei uns in Poing „gelebter” Tradition wird auch das Amt des 3. Bürgermeisters wieder aus den Reihen der drittstärksten Fraktion besetzt: Mit 24 von 25 Stimmen des Gremiums tritt nun Günter Scherzl die Nachfolge von Michael Frank an - und selbst die eine für Andreas Lang abgegebene Stimme blieb sozusagen in der „FWG-Familie“.

Die neu formierte FWG-Gemeinderatsfraktion (v.l.n.r.):
Manfred Vodermeier, Günter Scherzl, Andreas Lang, Bernhard Slawik

Wir gratulieren Manfred Vodermeier und Günter Scherzl ganz herzlich zu ihren neuen Ämtern und hoffen, dass beide weiterhin das Ziel „Die beste parteifreie Sachpolitik zum Wohle Poings und den Bürgerinnen und Bürgern” nicht aus den Augen verlieren – dazu wünschen wir ihnen viel Kraft, Geduld und auch den dazu immer nötigen Schuss Humor!

Und über ihre abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Arbeit sowie die getroffenen Entscheidungen werden sie uns, zusammen mit Andreas Lang und Bernhard Slawik als Kollegen in der Gemeinderatsfraktion, in gewohnter Manier bei unseren monatlichen FWG-Treffs berichten.

Für den Vorstand der FWG Poing e.V.
Sabine Ebbinghaus-GuschkeSchatzmeisterin

Alles Gute für Christine Bloch! (KW 11)

Neben unserem Fraktionskollegen Michael Frank wurde in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag auch Christine Bloch (SPD) offiziell aus dem Gremium verabschiedet. Frau Bloch ist für ihren großen sozialen Einsatz in Poing bekannt, u.a. als Gründerin der „Poinger Tafel“ und der Initiative „Poinger helfen Poingern“, und wurde dafür mit dem FWG-Bürgerpreis 2007 ausgezeichnet.

Liebe Christine, herzlichen Dank für die immer gute und angenehme Zusammenarbeit im Gemeinderat mit Dir! Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute, gute Gesundheit und viel Freude bei den geplanten Freizeitaktivitäten!

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Andreas Lang, Bernhard Slawik

 

Berichte zur Tätigkeit im sozialen Bereich in Poing

In der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung am Dienstag vergangener Woche standen umfangreiche Berichte zur sozialen Arbeit bei uns in Poing auf der Tagesordnung:
Behindertenbeauftragte

Bereits seit über 10 Jahren kümmern sich Frau Christine Otter und Herr Johann Reitmaier als Behindertenbeaufragte der Gemeinde um die Belange von Mitmenschen mit Handicap. Während Frau Otters Spezialgebiet vornehmlich die baulichen Aspekte (Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, Mobilität) darstellen, kümmert sich Herr Reitmeier in erster Linie um Fragen des Sozialrechts, also um Anträge, mögliche Vergünstigungen, Zuschüsse und Leistungsbescheide.

Jugendzentrum

Nachdem das Poinger Jugendzentrum aus personellen Gründen im Jahr 2015 für ein halbes Jahr geschlossen werden musste, bieten die beiden Pädagogen Sandra Zeisel und Marcel Piekarski seit eineinhalb Jahren im JUZ wieder Interessantes für Kinder und Jugendliche im Alter von ca. 9 bis 21 Jahren an. Neben dem überdurchschnittlich gut angenommenen offenen Betrieb an 5 Tagen in der Woche stehen besondere Aktionen wie etwa Fußballturniere, Plätzchenbacken zur Weihnachtszeit, Ausflüge in den Münchner Tierpark oder Konzerte auf dem Programm. Projekte mit den Poinger Schulen runden das Angebot ab.

Jugendsozialarbeit an Schulen

Seit Januar 2016 ist Frau Charlotte Frommberger an den beiden Poinger Grundschulen für die Jugendsozialarbeit zuständig. Hier werden Problemstellungen der Schülerinnen und Schüler im schulischen und privaten Umfeld aufgegriffen, thematisiert und nach Lösungen (ggf. auch weiterführend/extern) gesucht.

Ein herzliches Dankeschön an all die Genannten für die engagierte, kreative und kompetente Arbeit zum Wohle der Poinger Bürgerinnen und Bürger – ob gesund oder mit Behinderung, jung oder alt!

Künftige kommunale Nutzung im Neubau “Liebhart”

Der Gemeinderat hat sich einstimmig für die gemeindliche Anmietung von Flächen im Neubau auf dem ehemaligen “Liebhart”-Grundstück an der Anzinger Straße ausgesprochen. Auf ca. 180 qm ist dabei eine Nutzung in den Bereichen Seniorenaktivitäten oder Gymnastik, Yoga  o.ä. denkbar. Wir erachten die Belebung an diesem wichtigen Platz im “alten” Poing, zusammen mit dem ebenfalls vorgesehenen (bayerischen) Gasthaus im Gebäude (das “klassische” bayerische Ortszentrum mit Kirche, Maibaum und Gasthaus) als sehr wichtig und für die Bürgerinnen und Bürger als attraktiv an. Zusammen mit der künftigen Versammlungsstätte in der neuen Karl-Sittler-Grundschule wird der “Poinger Süden” deutlich aufgewertet!

Für die FWG Poing e.V.
Günter Scherzl, Schriftführer
www.fwg-poing.de
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Rücktritt von Michael Frank (KW 10)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

mit großem Bedauern müssen wir den Rücktritt unseres Fraktionskollegen Michael Frank von seinen politischen Ämtern, als Gemeinderat und als 3. Poinger Bürgermeister, mitteilen. Dieser Schritt von Michael erfolgt aus gesundheitlichen Gründen.

Michael Frank hat 2007 bei der FWG Poing den Vorsitz von Prof. Dr. Hans Steinbigler übernommen und ist ein Jahr später in den Gemeinderat eingezogen. Es gelang ihm, neue Kräfte für die im Jahr 1966 gegründete und seither ununterbrochen im Poinger Gemeinderat vertretene FWG Poing zu gewinnen und somit personell in die Zukunft zu führen. Im Jahr 2012 trat er bei der Poinger Bürgermeisterwahl an und erzielte mit 19,7 % der abgegebenen Stimmen einen sehr erfreulichen zweiten Platz hinter Amtsinhaber Albert Hingerl. 2013 wurde Frank, nach dem Ausscheiden von Karin Kölln-Höllrigl aus ihren politischen Ehrenämtern, schließlich zum 3. Bürgermeister Poings gewählt.

Michael Frank hat sich immer für unser Poing eingesetzt und war stets „bei den Leuten“ – so wurden viele Anregungen und Ideen auch politisch auf den Weg gebracht. Wir sind traurig, dass unser Freund, ein im besten Sinne „alter“ Poinger, den Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung verlässt.

Wir bedanken uns bei Michael ganz herzlich für die gute Arbeit, das hohe Engagement und das freundschaftliche Miteinander und wünschen ihm für die Zukunft persönlich und vor allem gesundheitlich alles erdenklich Gute!

Für die FWG Poing
Der Vereinsvorstand und die Gemeinderäte
Valentin Mágori, Sabine Ebbinghaus-Guschke, Günter Scherzl, Andreas Lang, Bernhard Slawik

Nochmals zu den in Planung befindlichen Wohngebieten W7 und W8 (KW 9)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

im Nachgang zu den vorgestellten Planungsüberlegungen für die noch zu realisierenden Wohngebiete W7 und W8 möchten wir nochmals klarstellend darauf hinweisen, dass die Grundsatzentscheidung für die Vergrößerung Poings, wie sie eben jetzt umgesetzt wird, schon in den 1970er Jahren gefällt und mit der ARGE der Bauträger umgesetzt wurde bzw. wird. Die Frage ist also nicht, OB es nochmals neue Baugebiete im Norden unserer Gemeinde geben wird, sondern WIE diese gestaltet werden sollen: Von der Bebauung her, mit welcher Bewohnerdichte, mit welchen Infrastruktureinrichtungen, wie können verkehrstechnische Lösungen erarbeitet werden usw.

Aus heutiger Sicht kann man wirklich sagen, unsere Mandats-Vorgängerinnen und –Vorgänger  im Gemeinderat haben die richtige Entscheidung für die Entwicklung Poings getroffen, denn wir müssen Lösungen und (bezahlbare) Angebote für den weiter wachsenden Siedlungsdruck im Münchner Umland finden. Die Anforderungen an die Politik und die Planer lauten also

  • ein attraktives, bezahlbares Wohnangebot für alle Generationen
  • ein hoher Freizeitwert im Ort und in der Umgebung / Landkreis
  • eine bedarfsgerechte Versorgungs- und Bildungs-Infrastruktur, wie z.B. Nahversorgung und (weiterführende) Schulen
  • und eine gute Verkehrsanbindung bei gleichzeitigem Bewältigen der anfallenden Kapazitäten (vor allem PKW-Verkehr).

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Neubaugebiete W7/W8 und Gymnasium (KW 7)

Liebe Poingerinnen und Poinger,
in der Gemeinderatssitzung letzten Donnerstag haben wir uns wieder mit sehr wichtigen Zukunftsthemen für Poing befasst:

Planungsüberlegungen für die noch zu realisierenden Neubaugebiete W7 und W8

Gemäß dem gültigen Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1980 steht die Umsetzung der 4. Entwicklungsstufe für Poing / Am Bergfeld mit den Wohngebieten W7 und W8 noch aus; hier können – je nach dem Grad der Bebauungsdichte – ca. 4.000 (Neu-)Bürgerinnen und –bürger wohnen. Die Areale W7 und 8 liegen nördlich des Zauber- und Seewinkels, westlich von Ottersberg.

Nachdem die Wohngebiete des Zauber- und Seewinkels größtenteils als (vergleichsweise hochpreisiges) Wohneigentum realisiert wurde, soll nun in W7 und W8 – neben Reihen- und Doppelhäusern – auch auf bezahlbaren Miet-Wohnraum im Geschosswohnungsbau abgestellt werden. Wir als FWG erachten dies als eine absolut wünschenswerte Grundplanung, damit Bürgerinnen und Bürger mit geringem und „Normaleinkommen“, also etwa Beschäftigte des öffentlichen Dienstes oder aus den sozialen Berufen, sich Wohnen in Poing leisten können. Als Wachstumsgemeinde im Münchner „Speckgürtel“, noch dazu mit den guten Verkehrsanbindungen, wird der Wohnungs- und Preisdruck in den nächsten Jahren  weiter zunehmen.

Auch die städtebauliche Planung – quasi als Abschluss des Ortsbildes nach Norden hin – ist wichtig, etwa für Grünanlagen, Spielplätze, aber auch ein Standort für eine weiterführende Schule, z.B. ein Gymnasium, ist vorgesehen. Die Leistungsfähigkeit der Verkehrs-Infrastruktur wurde ebenfalls bereits untersucht.

Studie zur Realisierung eines neuen Gymnasiums in Poing

In der Sitzung wurde eine Studie eines von der Gemeindeverwaltung beauftragten Büros zur Simulation eines neuen Gymnasiums in Poing vorgestellt, auf Basis der Einwohnerprognose bis zum Jahr 2030. Anders als ein vom Landkreis Ebersberg beauftragtes Gutachten aus dem Jahr 2015 ist nun das aktuelle Ergebnis dieser Untersuchung eindeutig: Ein neues Gymnasium in Poing hätte 7-zügig (!) dauerhaft Bestand. Für uns Poingerinnen und Poinger „vor Ort“ bestimmt kein überraschendes Ergebnis, und es bestätigt das, was wir fraktionsübergreifend schon lange fordern: Für einen Ort mit 20.000 Einwohnern sollte ein Gymnasium an sich selbstverständlich sein.

Vergessen wir aber bzgl. einer weiterführenden Schule in Poing die Variante FOS / BOS nicht, die zusammen mit der örtlichen Realschule ein sehr gutes, ergänzendes (Weiter-) Bildungsangebot für unsere Kinder wäre.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Planungen für das neue Schul- und Lehrschwimmbad (KW 4)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

in der Gemeinderatssitzung letzten Donnerstag haben wir uns wieder mit dem neuen Schul- und Lehrschwimmbad, das südlich der Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule an der Gruber Straße gebaut werden soll, beschäftigt. Folgende Aspekte hierzu aus unserer Sicht:

  • Größe des Schwimmbeckens
    Die Kostenschätzung für die aktuell geplante Beckengröße 25 x 8 Meter wurde auf Basis des Baukostenindex 2016 von bislang 3,5 Mio. auf neu 4,3 Mio. € (noch ohne öffentliche Zuschüsse) erhöht – also alleine dies schon eine beträchtliche Steigerung. Um eine evtl. zweite Übungseinheit – dies bei entsprechender Nachfrage in erster Linie für Schülerinnen und Schüler der umliegenden Gemeinden - anbieten zu können, wäre die Verbreiterung des Schwimmbeckens von 8 auf 12,5 Meter erforderlich, was allerdings Mehrkosten in Höhe von 1,3 Mio. € (ohne Zuschüsse) bedeuten würde. Nachdem der angemeldete Bedarf der Nachbarsgemeinden für eine Gastnutzung in Poing recht spärlich, bzw. nur temporär über einen geringen Zeitraum, ausgefallen ist, beurteilen wir von der FWG diese kostspielige „große Lösung“ in der derzeitigen Finanzsituation der Gemeinde als nicht ratsam. Die Gemeinde hat in den nächsten Jahren viele infrastrukturelle Großprojekte umzusetzen, etwa z.B. 2 neue Grundschulen, 2 neue Kindertagesstätten, die neue Bahnunterführung zum neuen Ortszentrum etc., was uns finanziell extrem stark belastet. Ein neues Schul- und Lehrschwimmbad ist hier ein weiterer „großer Posten“, nicht nur in der Herstellung, sondern insbesondere auch im Unterhalt und laufenden Betrieb. Wir plädieren deshalb für eine Beckengröße von 25 x 8 Meter beim neuen Schwimmbad.
  • Evtl. weitere Räume für die Anni-Pickert-Schule
    Im Zuge von evtl. zusätzlich erforderlichen Räumlichkeiten für die Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule wurde die Verwaltung beauftragt, dies gemeinsam mit der Schulleitung aktuell nochmals zu prüfen – die Idee ist hier, die Errichtung derartiger Räume mit dem Neubau des Schwimmbades zu verbinden, etwa durch eine Aufstockung des Schwimmbadgebäudes.

Wir als FWG unterstützen weiterhin nachdrücklich das neue Schul- und Lehrschwimmbad, weil wir dies für unser Poing als wichtiges Lern- und Freizeitangebot für alle Generationen, vor allem für unsere Kinder, erachten. Wichtig ist uns dabei darauf hinzuweisen, dass alle interessierten Poinger Bürgerinnen und Bürger das Schwimmbad künftig auch nutzen können, z.B. über die Sportvereine.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Gedenken an Max Mannheimer (KW 51)

Auf einen gemeinsamen Antrag aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen hin wurde in der Sitzung am 8. Dezember 2016 einstimmig beschlossen, in Poing ein Bauwerk, eine Straße oder einen Platz nach Max Mannheimer zu benennen; Max Mannheimer ist am 23. September 2016 in München verstorben.

Er war als jüdischer Häftling im Evakuierungstransport dabei, welcher nach der Auflösung der KZ-Lagergruppe Mühldorf  am 27. April 1945 in Poing aufgrund eines Defekts hielt, was einige Gefangene zur Flucht nutzten – viele werden von den NS-Wachmannschaften in Poing verfolgt und erschossen.

Max Mannheimer war es als Überlebenden dieses Massakers wichtig, gerade den jungen, nachkommenden Generationen diese Geschehnisse nahe zu bringen, gerade auch als Warnung für die Zukunft, wie etwa gegen die aktuell verstärkt auftretende Fremdenfeindlichkeit und den Rassenhass. Trotz der traumatischen Erlebnisse war er ein großer Freund Poings, der unseren Ort immer wieder besucht hat – Max Mannheimer war ein Humanist in bestem Sinne, der unermüdlich für ein friedliches, menschliches und besseres Miteinander geworben und gearbeitet hat. Ein außergewöhnlicher Mensch, der sichtbar in Poing geehrt und in Erinnerung behalten werden soll!

Wichtig und schlüssig ist es für uns von der FWG auch, dass die Bevölkerung Poings, alle unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, bei der Suche nach geeigneten Gebäuden, Straßen oder Plätzen, die für die Namensgebung nach Max Mannheimer in Frage kommen, mit einbezogen werden.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Das war das Jahr 2016 im Gemeinderat – ein Blick in die Entwicklung Poings (KW 50)

Liebe Poingerinnen und Poinger, 
wohl keine andere Gemeinde im Landkreis wächst und verändert sich auch baulich so schnell wie bei uns in Poing. Deshalb will ich in unserer Jahres-Rückschau 2016 vor allem dieses Thema in den Mittelpunkt stellen:

Neue Grundschule und zwei KiTa’s im Wohngebiet W5 “Zauberwinkel”

Hier wird der Kosten- (gesamt ca. 22 Mio. €) und Zeitplan Gott sei Dank bis dato eingehalten: Das ist insbesondere auch für die GrundschülerInnen aus Poing-Süd wichtig, die ab dem nächsten Schuljahr 2017 / 2018 dort vorübergehend unterrichtet werden, während bis zum Jahr 2019 an der Karl-Sittler-Straße der Ersatzneubau entstehen wird.

Ersatzneubau Grundschule Karl-Sittler-Straße

Neben einem innovativen “Lerncluster”-Konzept wird hier eine neue 3-zügige Grundschule mit Einfachturnhalle, einer Versammlungsstätte, Tiefgarage und Umgestaltung des Rathausareals gebaut. Wir befürworten ausdrücklich die Entwicklung dieses neuen “Ortsteilzentrums” für den Poinger Süden, kritisieren aber die Kostenentwicklung; die Gesamtkosten liegen inzwischen bei gut 21 Mio. €.

Neubau Eisenbahnüberführung Neue Ortsmitte

Neben der “Symbolik”, dass das “alte” und “neue” Poing nun verbunden werden, gibt die neue Bahnüberführung die Gelegenheit zur attraktiven Gestaltung der neuen Ortsmitte sowie des Bahnhofsareals; der Kostenanteil für die Gemeinde beläuft sich auf knapp 6 Mio. €. Im Zuge des “Bayern-Pakets 2013 – 2018” (Maßnahmenträger ist der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn) wird unser S-Bahnhof zeitlich parallel barrierefrei ausgebaut.

Verlängerung Anzinger Straße und Neubau Eisenbahnüberführung

In der Gemeinderatssitzung letzte Woche haben wir die Entwurfsplanung für die Verlängerung der Anzinger Straße zur Straße “Am Hanselbrunn”, den Neubau der erforderlichen Bahnüberführung und den Rückbau der Überführung an der Schwabener Straße gebilligt. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen, der Kostenanteil der Gemeinde beträgt ca. 3,5 Mio. €.

Neubau Schul- und Lehrschwimmbad

Geplant auf dem Areal der Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule, soll hier wieder die Möglichkeit in Poing zum Schwimmenlernen für unsere Kinder gegeben sein. Die Kostenschätzung für den Bau beläuft sich auf ca. 3,5 Mio. €.

Sie sehen, die Gemeinde tut ganz viel, um Poing “fit für die Zukunft zu machen” – lebendig wird der Ort aber erst durch Sie und Euch. Danke an dieser Stelle für das vielfältige (ehrenamtliche) Engagement!

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Nachtragshaushalt 2016 und Finanzplan bis 2020 einstimmig beschlossen (KW 48)

Am vergangenen Donnerstag wurde im Gemeinderat der Nachtragshaushalt 2016 und der Finanzplan bis zum Jahr 2020, nach entsprechender Vorberatung und Beschlussempfehlung im Haupt- und Finanzausschuss, einstimmig beschlossen.

Uns als Gemeinde stehen äußerst kostenintensive Investitionen bevor, etwa

  • der Neubau der Grundschule im Zauberwinkel mit zwei eigenständigen KiTa’s
  • der Ersatzneubau der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße
  • der Bau einer Fuß- und Radunterführung am S-Bahnhof
  • den Neubau eines Schul- und Lehrschwimmbades
  • die neue Verkehrsführung von der Anzinger Straße zum Hanselbrunn mit Neubau einer Bahnunterführung,

um nur die wichtigsten zu nennen. Wir halten als Kommune durch diese Infrastrukturmaßnahmen Schritt mit dem schnellen und großen Bevölkerungswachstum in den Neubaugebieten, und kümmern uns gleichzeitig aber auch um das „alte“ Poing im Süden, wie etwa durch das neu geplante „Ortsteilzentrum“ an der Rathaus- und Karl-Sittler-Straße, im Zusammenhang mit dem dortigen Ersatzneubau der Grundschule.

Durch den Nachtragshaushalt werden im Wesentlichen bereits geplante Kreditaufnahmen zeitlich vorgezogen, um das derzeitige äußerst günstige Zinsniveau zu sichern. Das gesamte Kreditvolumen steigt bis zu einer Summe von insgesamt 30 Mio. € an. Das ist sicherlich enorm viel Geld, aber angesichts der „Pflichtaufgaben“ der Gemeinde in unserer besonderen Situation des großen Zuzugs von neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus unserer Sicht auch keine Schande. Neben all diesen „Pflichtaufgaben“ versucht die Gemeindeverwaltung, auch freiwillige Leistungen aufrecht zu erhalten, was uns als FWG insbesondere auf die Lebensqualität, das „Wohlfühlen“ und die (finanzielle) Unterstützung von ehrenamtlichen Tätigkeiten wichtig ist.

Wir danken an dieser Stelle der Gemeindeverwaltung sehr herzlich für die geleistete Arbeit, aber natürlich geht ein ebenso großer Dank an unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die ansässigen Poinger Gewerbebetriebe, denn ohne ihren Steuereinnahmen ginge es nicht. Last but not least danken wir an dieser Stelle auch der ARGE der Bauträger in Poing, die in vielerlei Hinsicht die Gemeinde unterstützt, dann Poing lebens- und liebenswert ist und sogar noch schöner wird.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Die Traglufthalle in Grub ist in Betrieb gegangen (KW 45)

Aufgrund des Brands in der Plieninger Traglufthalle Anfang vergangener Woche ist die Traglufthalle bei uns im Ortsteil Grub sehr schnell und unerwartet doch noch in Betrieb gegangen. Wir danken der Gemeindeverwaltung Poing für die Koordination vor Ort sowie den Flüchtlings-Helferkreisen  aus Pliening und Poing für ihren unermüdlichen und vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz „an den Menschen“! Dies ist aufgrund der zwischenmenschlichen Spannungen, die sowohl aufgrund der ethnischen und religiösen Unterschiede als auch wegen der räumlichen Situation in den Traglufthallen auftreten, nicht hoch genug zu bewerten.

Unter anderem in diesem ganz aktuellen Kontext gedenken wir am kommenden Samstag bei den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag den Opfern von Krieg und Vertreibung in aller Welt.

Für die FWG Poing e.V.
Günter Scherzl, Schriftführer

Erneute Anpassung der Kostenberechnung für den Ersatzneubau der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße (KW 38)

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Gemeinderatssitzung letzten Donnerstag mussten wir erneut eine Anpassung der Kostenberechnung für den Ersatzneubau der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße beschließen: Auf die erst im Juli diesen Jahres, also vor zwei Monaten, nach oben angepasste verbindliche Kostenobergrenze für diese Baumaßnahme in Höhe von 20,6 Mio. € kommt nun nochmals eine halbe Million € hinzu.

Auch wenn die Ursachen der einzelnen nochmaligen Mehrkosten inhaltlich nachvollziehbar sind, meinen wir doch, dass ein solches Vorgehen der Planer nicht professionell ist – unserer Meinung nach hätte man von vornherein entsprechend konservativ kalkulieren und entsprechende Puffer für Unvorhergesehenes berücksichtigen müssen, gerade wenn wie hier zuerst ein Bestandsgebäude abgerissen werden muss (wegen evtl. dann erst ersichtlicher Altlasten, dem Höhenverlauf des Grundstücks etc.). Natürlich ist es nicht „eins zu eins“ vergleichbar, aber am Beispiel unseres zweiten Neubaus einer Grundschule im Wohngebiet W5 „Zauberwinkel“ erleben wir, Gott sei Dank, dass solch ein Projekt bislang im Zeit- und Kostenplan erstellt werden kann.

Nichtsdestotrotz stehen wir von der FWG weiterhin klar zum Ersatzneubau der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße, nicht nur aufgrund des zukunftsweisenden pädagogischen „Lerncluster“-Konzeptes, sondern auch wegen der darüber hinausgehenden städtebaulichen Bedeutung eines neues „Ortsteilzentrums“ für Poing-Süd (mit einer Veranstaltungs- und Versammlungsstätte) sowie einer Tiefgarage für das Areal Grundschule / Rathaus.

FWG-Radltour „Was tut sich baulich in Poing“

À propos „Neubau von zwei Grundschulen in Poing“: Mit einer kleinen, feinen Teilnehmergruppe haben wir am letzten Mittwoch kräftig in die Pedale getreten und uns vor Ort angeschaut, was sich in Poing (sehr schnell) baulich verändert. Der Tourverlauf war wie folgt:

Neue Wohnbebauung Festl an der Markt Schwabener Straße – Baustelle ehemaliges Gasthaus Liebhart – Grundschule an der Karl-Sittler-Straße – Baustelle ehemaliges Hotel Straßer – Baustelle ehemaliges Ziffer-Grundstück – vorgesehener Bauplatz für das Schul- und Lehrschwimmbad an der Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule – neue Katholische Pfarrkirche Pater Rupert Mayer – neue Grundschule und KiTa’s im Wohngebiet „Zauberwinkel. Kaum eine andere Gemeinde im Landkreis Ebersberg entwickelt und verändert sich so rasant wie unser Poing, gerade auch vor dem Hintergrund des enormen Siedlungsdrucks in unserer Region – deshalb machen wir uns von der FWG in der Ortsentwicklung für kommunalpolitische Ansätze mit planerischem Augenmaß stark, wohl wissend, dass wir uns den übergeordneten Gegebenheiten (Siedlungsdruck in der Metropolregion München, Wohnraum für nachkommende Generationen unserer alteingesessenen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt etc.) nicht entziehen können.

Für die FWG Poing
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Schulanfang! (KW 37)

Wir von der FWG Poing wünschen alle Poinger Schülerinnen und Schülern, insbesondere aber unseren ABC-Schützen, einen guten Start in das neue Schuljahr, viel Freude und Spaß an der Schule und natürlich auch gute Ergebnisse.

Liebe Autofahrer, bitte denken Sie daran, dass nun wieder viele Schulanfänger unterwegs sind, die im öffentlichen Straßenverkehr noch unerfahren sind und besondere Rücksichtnahme brauchen. Gerade vor den Schulen und an den Kreuzungen, an denen die Schüler unterwegs sind, sollte der Fuß vom Gas und erhöhte Aufmerksamkeit eine Selbstverständlichkeit sein. In Kürze soll die StVO übrigens dahingehend geändert werden, dass vor Schulen ohne weiteres Tempo 30 durch die Gemeinden eingerichtet werden kann - das ist eine gute Sache, für deren schnellstmögliche Umsetzung z.B. in der Gruber Straße und zukünftig auch an der Bergfeldstr. wir uns einsetzen werden.

Für die FWG Poing e.V.
Valentin Mágori, Vorsitzender

Geplante Freihandelsabkommen CETA und TTIP werden zunehmend in Frage gestellt (KW 36)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

sicherlich haben Sie in der letzten Woche auch gehört, dass inzwischen selbst teilweise auf Ebene der Bundesregierung das geplante Freihandelsabkommen TTIP (das zwischen den USA und der EU verhandelt wird) kritisch gesehen wird; quasi das Pendant des Abkommens zwischen Kanada und der EU trägt den Namen CETA.

Wir Freie Wähler lehnen beide Abkommen nicht nur aus Verfahrensgründen und wegen der fehlenden Bürgerbeteiligung ab – selbst die mit den Verhandlungen befassten Parteien und Personen sind zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet -, sondern auch aufgrund der enormen Tragweite für unsere unmittelbare Umgebung, also die Gemeinden und den Landkreis. Nach heutigem Informationsstand ist vor allem eine Aufweichung unserer bewährten Standards in den Bereichen Umwelt, Soziales, Verbraucherschutz, Kultur, Bildung, Gesundheit und Datenschutz, aber auch ein neuer Liberalisierungsdruck im Bereich öffentlicher Dienstleistungen (z.B. bei der Trinkwasserversorgung) zu befürchten.

Die Freien Wähler Bayern haben im Frühjahr eine Unterschriftenaktion gestartet, um eine Volksbefragung zur Ablehnung der Abkommen TTIP, CETA und des Dienstleistungsabkommens TiSA zu erreichen – auch wir von der FWG Poing haben diese Aktion unterstützt und in persönlichen Gesprächen mit unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern viele positive Reaktionen hierauf erhalten.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung zu diesem globalen Thema, das unsere Heimatgemeinde und –region unmittelbar betreffen würde, weiterhin kritisch in der Sache, aber natürlich konstruktiv im politischen Dialog.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Das war das erste Halbjahr 2016 im Gemeinderat (KW 30)

Liebe Poingerinnen und Poinger,
in gewohnter Weise wollen wir über wichtigen Themen unserer Gemeinderatsarbeit im 1. Halbjahr 2016 berichten:

 

  • Aufnahme und Betreuung von Asylbewerbern
    In diesen schwierigen Zeiten – letzte Woche die Axt-Attacke in Würzburg, die schreckliche Tat von München wird als Amoklauf eingestuft – ist die aufopfernde Tätigkeit der Asylhelfer nicht hoch genug zu bewerten. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an dieser Stelle an alle Helfer(innen) in Poing!
    Seit März 2016 koordiniert Frau Margit Burdack für die Gemeindeverwaltung Poing alle  Fragen der Asylantenunterbringung, das ehemalige Arbeiterwohnheim an der Gruber Straße ist seit Mitte Mai mit Asylbewerbern belegt und die Traglufthalle in Grub wartet immer noch auf die Inbetriebnahme. Mit Stand 30.06.2016 leben 379 Asylbewerber in Poing.
  • Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen
    Während der Neubau der Grundschule (mit zwei eigenständigen KiTa’s) im Wohngebiet „Zauberwinkel“ sowohl terminlich als auch kostenseitig voll im Plan ist – Inbetriebnahme ist zum Schuljahr 2017 / 2018 -, haben wir uns im Gremium intensiv mit dem Ersatzneubau der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße beschäftigt. Mit einer in der Sitzung am vergangenen Donnerstag festgelegten neuen Kostenobergrenze von 20,6 Mio. € verfolgen wir verschiedene Ansätze: Der Umsetzung eines pädagogisch innovativen „Lerncluster“-Konzeptes, die Umgestaltung des derzeitigen Rathaus-Parkplatzes als neues gestalterisches „Ortsteilzentrum“, eine Versammlungsstätte mit ca. 300 Plätzen, und die Errichtung einer Tiefgarage für Schul- und Rathaus-Besucher.
  • Bebauungsplan Nr. 58
    Der Satzungsbeschluss erfolgte nach intensiven Diskussionen und Aufnahme zahlreicher Planänderungen.
  • Neue Ortsmitte
    Die Planungen für die neue Eisenbahnüberführung und die Umgestaltung der Park- und Ride-Anlage südlich der S-Bahn werden konkret. Für die Gestaltung der neuen Ortsmitte wurden Vorschläge in Workshops erarbeitet.
  • Öffentliche Sicherheit und Ordnung
    Wir von der FWG machen uns für ein integratives, mehrstufiges und umfassendes Konzept stark.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Aspekte und Ausblick zu Sicherheit und Ordnung in Poing (KW 27)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

vorletzte Woche hat in der Gemeindeverwaltung eine öffentliche Anhörung zum Thema „Sicherheit und Ordnung“, u.a. mit Vertretern der örtlichen Polizei, stattgefunden. Wir von der FWG treten für ein künftiges umfassendes Ordnungs- und Sicherheitskonzept für unseren Ort ein, das mehrstufig ausgerichtet sein sollte – präventiv wie etwa durch Streetwork oder die Angebote des Jugendzentrums, im Bedarfsfall aber auch sanktionierend. Selbst wenn laut Polizeistatistik Poing mit der aufgenommenen Anzahl von Straftatbeständen im Ortsvergleich nicht besonders negativ dasteht, bagatellisieren wir die Vorfälle vom letzten Jahr nicht (z.B. das „Problemwochenende“ vom Januar 2015 mit einer eingeworfenen Fensterscheibe des Poinger Bürgerhauses und im Anschluss Bedrohung der Einsatzbeamten durch Jugendliche). Die vom Sicherheitsdienst im letzten Jahr festgestellten Straftaten und z.B. die nach wie vor immer wieder vorkommenden Schäden durch Vandalismus sind nun mal in einem stark wachsenden Ort mit überregionaler Anbindung durch die S-Bahn die Realität. Und wir als Gemeinde sind für die Sicherheit und Ordnung, auf deren Basis sich unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger wohl fühlen können, mit verantwortlich.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Neue Bibliothek und Verwaltungsflächen für den „Pflegestern“ im Gebäude Marktstraße 4 (KW 24)

Ab August 2017 erfolgt der Abriss (und anschließende Ersatzneubau) der jetzigen Grundschule an der Karl-Sittler-Straße; davon wird auch die Gemeindebücherei betroffen sein. Dies bedeutet, dass die Bücherei / Bibliothek in neuen Räumlichkeiten untergebracht werden muss.

Als neues Gebäude für die Bibliothek ist nun das ehemalige „Sparkassengebäude“ in der Marktstraße 4 vorgesehen, das nach dem Umzug der Kreissparkasse in die neue Filiale, ebenfalls in der Marktstraße, von der Gemeinde erworben wurde. Darüber hinaus sollen in diesem Gebäude Verwaltungsräume mit ca. 70 qm Fläche für den „Pflegestern Seniorenservice“ eingerichtet werden.

Für diese Variante hat sich der Bau- und Umweltausschuss sowie der Gemeinderat – bei einer Gegenstimme – letzte Woche ausgesprochen. Aus unserer Sicht in beiden Aspekten eine wichtige und richtige Entscheidung, denn:

 

  • Wann die geplante neue Bibliothek im 2. Bauabschnitt des Bürgerhauses realisiert werden kann, steht derzeit nicht fest – es handelt sich also bei den Räumen in der Marktstraße 4 mindestens um eine mittelfristige Lösung
  • Die neue Bibliothek liegt zentral im Ort und ist gut erreichbar
  • Der „Pflegestern“ benötigt durch das weitere Wachsen der Bevölkerung Poings – und damit auch der Zahl von pflegebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger – dringend weitere Räume. Hier bietet sich das Gebäude Marktstraße 4, durch die unmittelbare Nähe zum Seniorenzentrum, bestens an.

 

 

Grundsatzbeschluss zur Anschaffung von zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen

Gerne haben wir dem Antrag unserer Freiwilligen Feuerwehr zur Ersatzanschaffung von zwei Feuerwehrfahrzeugen, eines Mehrzweckfahrzeuges und eines Kommandowagens, zugestimmt. Die beiden derzeitigen Fahrzeuge wurden stets gut gepflegt und gewartet, aber vor allem der Kommandowagen ist am „Ende seiner Tage“ angelangt. Das jetzige Mehrzweckfahrzeug soll den durch einen Totalschaden ausgemusterten Mannschaftstransportwagen ersetzen und in Angelbrechting stationiert werden.

Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit ganz herzlich bei allen Poinger und Angelbrechtinger Feuerwehrfrauen und –männern für ihren wichtigen Dienst an und für die Allgemeinheit – der Leitspruch deutscher Feuerwehren: „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ beschreibt das umfangreiche, herausfordernde und verantwortungsvolle Spektrum ja sehr gut.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Tag der offenen Tür in der Traglufthalle Grub (KW 23)

Am vergangenen Mittwoch fand in der Traglufthalle Grub, die im Laufe diesen Monats in Betrieb gehen soll, ein Tag der offenen Tür für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, natürlich insbesondere aus Grub und Poing, statt. Besonders auffällig als „Erstbesucher“ war für mich die große Gebläse-Anlage, die die technische Voraussetzung für die Stabilität der Dach- / Kuppelkonstruktion bietet, aber mit einer steten Geräuschkulisse verbunden ist. Parallel zur Gruber Traglufthalle ist ab Mitte Mai damit begonnen worden, im ehemaligen Arbeiterwohnheim an der Gruber Straße Asylbewerber unterzubringen.

Beide Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die derzeit überall im Landkreis mit Asylbewerbern belegten Schulturnhallen – in Poing jene der Seerosenschule und der Realschule – wieder für den „regulären“ Sportbetrieb freizubekommen, was nicht nur für alle Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die örtlichen Sportvereine ganz wichtig ist.

Wir als FWG Poing stehen klar zu unserer humanitären Verpflichtung auf das menschliche Grundrecht auf Asyl – es muss aber eben auch organisier- und „verkraftbar“ für unsere Gesellschaft bleiben. Vergessen wir vor diesem aktuellen Hintergrund auch nicht, dass unsere „eigenen“ Mitbürgerinnen und Mitbürgern teilweise von Sozialarmut und Obdachlosigkeit betroffen sind.  Damit die aktuelle Krisensituation gelingen und gemeistert werden kann, bedanken wir ganz herzlich bei:

der Gemeindeverwaltung und der Koordinatorin für Asylthemen, Frau Margit Burdack

den Gruber Mitbürgerinnen und –bürgern als unmittelbare Nachbarn der neuen Traglufthalle

allen Poingerinnen und Poingern, die nun schon recht lange Zeit ein gutes Für- und Miteinander bei der Integration von Asylbewerbern vorleben

ganz besonders dem Helferkreis Asyl und den örtlichen (Sport-)Vereinen, die in vielfältiger und ehrenamtlicher, aufopferungsvoller Tätigkeit diese große gesamtgesellschaftliche Aufgabe meistern

der „Poinger Tafel“, die sich um sozial schwache Mitbürgerinnen und Mitbürger kümmert

und – last but not least – auch bei den örtlichen Betrieben, die z.B. mit Sachspenden helfen.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Neue Kostenobergrenze für den Ersatzneubau der Karl-Sittler-Grundschule beschlossen (KW 20)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

in der letzten Gemeinderatssitzung wurde für den Ersatzneubau ein neue Kostenobergrenze in Höhe von 20,2 Mio. € beschlossen, auf Basis des vorliegenden Planungsentwurfes. Dies ist wirklich viel, viel Geld, aber wir haben letztendlich dem Planungsentwurf zugestimmt, da uns folgende Punkte wichtig sind:

 

  • Innovatives Grundschul-Konzept auf Basis von „Lernclustern“
  • Im Vergleich zum jetzigen Schulgebäude eine deutliche Vergrößerung des Raumangebots
  • Realisierung einer Veranstaltungs- und Versammlungsstätte für bis zu 300 Personen
  • Bau einer Tiefgarage für Rathaus- und Schul- / Veranstaltungsbesucher
  • In Verbindung mit der Tiefgarage: Gestaltung des Rathaus- und Grundschulareals als neues „Ortsteilzentrum“ für Poing-Süd.

Nachdem wir uns ganz besonders für eine Aufwertung für das „alte Poing“ einsetzen, sehen wir in der Neubaumaßnahme der Karl-Sittler-Grundschule in der nun beschlossenen Form eine „Schlüsselmaßnahme“ für eine gute, zukunftsweisende Schulbildung unserer Kinder sowie eine Erhöhung der Lebensqualität in diesem Ortsteil für alle Bürgerinnen und Bürger.

Der Ersatzneubau für die Karl-Sittler-Grundschule soll zum Schuljahr 2017 / 2018 beginnen und nach zwei Jahren Bauzeit im September 2019 fertig sein.

Beleuchtung für den Fuß- und Radweg von Poing nach Grub beschlossen

Ebenfalls in der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Installation einer Beleuchtung für den Fuß- und Radweg von Poing nach Grub, parallel verlaufend zur Senator-Gerauer-Straße, beschlossen.

Wir von der FWG hatten bereits im Juli 2014 einen Antrag im Gemeinderat auf die Durchführung dieser Maßnahme gestellt, nicht nur im Hinblick auf die Fußgänger und Radfahrer, sondern auch zunehmend von Mitarbeitern der großen örtlichen Betriebe, von der S-Bahn-Station Grub herkommend, genutzt werden. Der zusätzliche aktuelle Anlass ist die bevorstehende Inbetriebnahme der Traglufthalle für Asylbewerber in Grub.

Wir danken der Gemeindeverwaltung und allen Fraktionen im Gemeinderat bei der Unterstützung bei der Umsetzung dieser Baumaßnahme sehr herzlich – ganz besonders im Sinne unserer Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Grub.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 58 für Poing-Süd erlassen (KW 18)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

letzten Donnerstag wurde nach der 2. Auslegung zum Bebauungsplans Nr. 58 „Poing-Süd, östlich der Neufarner Straße / südlich der Poststraße / westlich der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße bzw. Birkenallee / nördlich der Frühlingstraße" der Satzungsbeschluss gefasst.

Nach dem von unserer Fraktion im Mai 2015 initiierten Vermittlungsgespräch zwischen der Interessengemeinschaft und der Gemeindeverwaltung wurde der Bebauungsplan mit einer flexibleren Regelung bzgl. der zulässigen Wohneinheiten (315 bzw. 630 qm Grundfläche je Wohneinheit) überarbeitet. In der Folge wurden weitere wichtige Änderungen im Plan umgesetzt:

 

  • Ausdrückliche Berücksichtigung des bereits vorhandenen und auch künftig möglichen Dachgeschossausbaus bei den zulässigen Geschossflächen
  • Erhöhung des Wertes der zulässigen Grundflächenüberschreitung durch Terrassen von 10 auf 25%
  • Gültigkeit der Stellplatzsatzung und der Baumschutzverordnung in der allgemein gültigen Fassung der Gemeinde
  • Möglichkeit der Errichtung von Garagen, Carports etc. innerhalb und außerhalb der überbaubaren Flächen.

Mit dem nun beschlossenen Bebauungsplan wird die Möglichkeit der künftigen Bebauung im statistischen Mittelwert um 58 % - hinsichtlich der Geschossfläche im Vergleich zur vorhandenen baulichen Nutzung – erhöht. Dadurch wird unserer Meinung nach das angestrebte städtebauliche Ziel einer maßvollen Nachverdichtung im Planungsquartier nun erreicht.

Wir unterstützen die Bitte an die Gemeindeverwaltung, nochmals aktiv mit den Anliegern des Buchen- und Ahornwegs hinsichtlich einer möglichen Grundabtretung zugunsten der Straßenbreite zu sprechen, um auch den Bewohnern, deren Grundstücke über diese beengten Straßen erschlossen sind, den allgemein gültigen Wert im Bebauungsplan „315 qm Grundfläche je Wohneinheit“ zugutekommen zu lassen.

Wir danken allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für das uns entgegengebrachte Vertrauen und den intensiven Gedankenaustausch zu dieser sensiblen und komplizierten fachlichen Thematik. Wir werden uns im Hinblick auf künftige Bebauungspläne in bestehenden Wohngebieten weiterhin für ein übergreifendes Nachverdichtungskonzept für unseren Ort mit allgemein gültigen Parametern einsetzen, im Sinne einer Gleichbehandlung und Planungssicherheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Zu den Themen aus der letzten Gemeinderatssitzung (KW 15)

Liebe Poingerinnen und Poinger,
über wichtige Themen aus der letzten Gemeinderatssitzung möchten wir Sie gerne informieren:

Vandalismus-Schäden im Gemeindegebiet

Leider setzt sich die Serie von Vandalismus-Schäden in Poing weiter fort. Anfang April wurden u.a. Betonwände und Beschilderungen mit Graffiti beschmiert bzw. beschädigt. Die Gemeindeverwaltung hat bekanntgegeben, dass es im Zeitraum Mai bis Oktober 2015, mit einem tätigen Sicherheitsdienst, insgesamt 12 Fälle von Vandalismus mit einem Gesamtschaden in Höhe von 4.125 € gegeben hat, im Zeitraum November 2015 bis März 2016 – ohne Sicherheitsdienst – waren es dagegen 30 Vorfälle mit einem Schadenaufkommen von gesamt 15.900 €. Wir von der FWG bleiben daher dabei: Wir brauchen in Poing künftig wieder einen Sicherheits- oder Ordnungsdienst, im Sinne einer Fürsorge für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Ortverbindungsstraße Poing – Markt Schwaben

Die Markt Schwabener Straße, nördlich der Bahnlinie, wurde bekanntlich Ende Januar diesen Jahres wegen erheblicher Zustandsmängel für den Durchfahrtsverkehr gesperrt; die Initiative hierzu ging vom Markt Markt Schwaben aus. Auch wir, als alteingesessene Poinger, wissen zwar um die „historische Bedeutung“ dieser Straße als kürzeste Verbindung zwischen den beiden Orten, aber die heute vorhandenen Alternativrouten über Gelting oder Anzing dauern nicht wesentlich länger, sind jedoch deutlich verkehrssicherer. Deshalb befürworten natürlich auch wir, dass auf Bürgermeister- bzw. Verwaltungsebene weiter eng zu diesem Thema beraten wird; neben den Kosten sind aber auch Eigentumsverhältnisse zu beachten, und schließlich tangiert z.B. der dringend erforderliche viergleisige Ausbau der Bahnlinie München – Markt Schwaben die Frage des künftigen Umgangs mit der Markt Schwabener Straße.

Zeitliche Verzögerung beim Bau des neuen Schwimmbads

Im Jahr 2013 wurde der Neubau eines neuen Schul- und Lehrschwimmbads auf dem Gelände der Anni-Pickert-Schule an der Gruber Straße beschlossen. Als kinder- und sportfreundliche Gemeinde sowie vor dem Hintergrund der Integration von Flüchtlingen erachten wir dies als sehr wichtig für uns. Durch die anhaltende Sanierung der Schule muss der Baubeginn für das Schwimmbad nun leider verschoben werden, was zwar durch dann höhere Schülerzahlen evtl. höhere Finanzförderungen für die Gemeinde ermöglicht, aber bis dahin natürlich Ersatz- bzw. Ausweichmöglichkeiten für den Schwimmunterricht erfordert.

Für die FWG-Fraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Planung des neuen Rathaus- und Grundschulareals an der Rathaus- und Karl-Sittler-Straße (KW 11)

Liebe Poingerinnen und Poinger,

im Zuge der Planung des Neubaus der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße hatten wir uns in der vorletzten Gemeinderatssitzung grundsätzlich für den Bau einer Tiefgarage entschieden, um die nötigen KFZ-Stellplätze im Bereich Schule und Rathaus realisieren zu können. Nun hat sich das Gremium in der nachfolgenden Sitzung letzte Woche für eine Tiefgaragenzufahrt von der Rathausstraße her ausgesprochen. Die Zufahrt wird demnach zwischen den jetzigen Gebäuden des Jakl-Geißel-Hortes und der Gemeindeverwaltung erfolgen. Dafür ist zwar eine Neugestaltung des Rathausvorplatzes erforderlich – u.a. wird das Kriegerdenkmal etwas nach Norden hin versetzt werden müssen -, aber dafür gewinnen wir im Bereich des jetzigen Parkplatzgeländes an der Ecke Rathaus- / Poststraße einen neuen, offen gestalteten und mit Bäumen bepflanzten Eingangs- und Pausenhofbereich der künftigen neuen Grundschule hinzu. Maßgeblich für die Entscheidung war auch, dass die weitere Zufahrtsmöglichkeit für die Tiefgarage, über die Karl-Sittler-Straße, dort platzmäßig nur eingeschränkt möglich und eine Platzierung der Sport-Laufbahn in dieser Variante nur im Pausenhofbereich zwischen Grundschule und Gemeindeverwaltung möglich gewesen wäre – hier würde also wertvoller ansonsten „offener Gestaltungsraum“ verloren gehen.

Natürlich kosten die erforderlichen zusätzlichen Gestaltungsmaßnahmen Geld, aber letztendlich sind wir der Meinung, dass wir hier die Chance auf die Gestaltung eines attraktiven Ortsteilzentrums im „alten Poing“ wahrnehmen – und das ist uns besonders wichtig!

Diskussion um ein künftiges Gymnasium in Poing

Natürlich begrüßen und unterstützen auch wir von der FWG Poing die Bemühungen für ein künftiges Gymnasium in Poing, möchten aber den Gedanken einer weiterführenden Schule in unserem Ort gerne auch auf eine FOS / BOS hin verstanden wissen. Gerade im Zusammenspiel mit den AbsolventInnen unserer örtlichen Dominik-Brunner-Realschule und den ansässigen  Wirtschaftsbetrieben wäre dies unseres Erachtens eine sehr gute Standort- und Qualifizierungs-Chance im Interesse unserer kommenden Berufseinsteiger aus Poing und Umgebung.

Für die FWG-Fraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Beleuchtung zwischen Poing und Grub (KW 5)

Liebe Poingerinnen und Poinger,
bereits im Juli 2014 hatten wir von der FWG-Fraktion eine Beleuchtung für den Fuß- und Radweg zwischen Poing und Grub beantragt, da dieser Weg (der parallel zur Senator-Gerauer-Straße / EBE 1 verläuft) aus unserer Sicht eben auch gerade in den Morgen- und Abendstunden gut frequentiert ist. Neben der “reinen” Beleuchtung hatten wir die Installation von umweltfreundlichen Laternen, also in LED-Technik mit “selbstversorgenden” Photovoltaikmodulen angeregt. Bislang wurde der Antrag aus finanziellen Gründen zurückgestellt, da außerhalb des Gemeindegebietes keine rechtliche Verpflichtung zu einer Beleuchtung von Wegen besteht. Aufgrund der baldigen Errichtung einer Traglufthalle für Flüchtlinge in Grub wird die Beleuchtung des Fuß- und Radweges nun entsprechend priorisiert und hoffentlich bald umgesetzt - gerade im Interesse unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Grub. Vielen Dank an die Gemeindeverwaltung für die Umsetzung unseres Antrages!

Für die FWG-Fraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher

Einer für alle - alle für einen?! (KW 3)

Liebe Poingerinnen und Poinger, und damit meine ich selbstverständlich auch alle Bewohner aus Angelbrechting und Grub, wir müssen reden. Oder wia da Bayer sagt: as redn bringt d'Leid zamm. Seit vielen Monaten gibt es landauf / landab überall das gleiche Thema: Flüchtlinge, Asylbewerber und deren Unterbringung vor Ort.

Die beiden zuletzt in Poing stattgefundenen Informationsveranstaltungen des Staatlichen Landratsamtes unter Leitung des Landrats Robert Niedergesäß waren sowohl in der Realschule als auch eine knappe Woche später in Grub sehr gut besucht. Wobei schon festzustellen war, dass den Besuchern bei den beiden Veranstaltungen der Schuh an unterschiedlichen Stellen drückt.

Ich kann die Sorgen der Gruber verstehen, wenn hier in ca. 2 Monaten ca. 300 Asylbewerber in einer Traglufthalle untergebracht werden sollen. Als es um die erste Belegung der Turnhalle in der Seerosenschule gegangen ist, waren die Befürchtungen auch arg. Und jetzt? Einzelne Asylbewerber werden in den Schulalltag integriert und dass inzwischen auch die benachbarte Realschulturnhalle belegt worden ist, hat man hauptsächlich durch den Wegfall bzw. die Verschiebung des Schulsports bzw. des Freizeitsports festgestellt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die ebenfalls ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen der Sportvereine für die kurzfristige Aufstellung und Organisation der Notfallpläne und auch für das aufgebrachte Verständnis.

Denn eins sollte jedem klar sein: niemand möchte freiwillig (also ohne Not) in einer Sammelunterkunft, noch dazu weit weg von zu Hause und evtl. getrennt von seiner Familie, auch nur eine Nacht dort verbringen. Also hoffen wir, dass es in Pliening und Poing, wo in den nächsten 8 Wochen in zwei Traglufthallen insg. 600 Asylbewerber untergebracht werden, auch weiterhin friedlich und ohne große negative Vorkommnisse ist und die Flüchtlinge fürs Erste einen Zufluchtsort vorfinden.

Und hoffen wir auch, dass solche Aktionen wie letzte Woche vom Landshuter Landrat (Flüchtlinge im Bus nach Berlin) den Verantwortlichen der Landes- und noch viel mehr der Bundesregierung endlich die Augen öffnet, dass wir hier vor Ort im Einzelnen nichts gegen die Flüchtlinge haben, aber die Masse uns in den Gemeinden an viele Grenzen stoßen lässt. Es geht hier um den sozialen Frieden, um die Erstunterbringung und noch viel wichtiger die Folgeunterbringung, um Sozialleistungen etc. Der soziale Wohnungsbau, die Kinderbetreuung und unser Schulsystem - all das wurde in den letzten Jahren fast zu Tode gespart, und jetzt wird das alles mehr denn je deutlich und benötigt.

Gäbe es derzeit die ehrenamtlich Tätigen nicht (allein der Poinger Helferkreis "Asyl" besteht aus über 100 Personen), es würde in der Flüchtlingsthematik nicht viel so reibungslos funktionieren. Worüber ich persönlich sehr enttäuscht bin, ist die Tatsache, dass der europäische Gedanke, das gemeinsame Bestehen dieser großen Herausforderung, hier nicht zu erkennen ist. Tatsache ist aber auch, dass es 2016 so nicht mehr weitergehen kann, wie es 2015 war - Frau Merkel, übernehmen Sie!

Ihr Michael Frank
3. Bürgermeister, Gemeinderat und besorgter Vater

Erneute Vandalismus-Schäden in Poing (KW 2)

Nach den Vandalismus-Schäden am Gemeindefriedhof zu Ende letzten Jahres wurden bei uns in Poing auch Fensterscheiben der Dominik-Brunner-Realschule zerstört und rechtsextreme Schmierereien an verschiedenen Gebäuden angebracht – inzwischen wurde ein Täter, der für die letzteren Taten (mit-)verantwortlich war, gefasst. Sicherlich sind die Ursachen und eventuell auch der Täterkreis weitschichtig zu sehen und selbstverständlich ist die Aufklärung derartiger Taten Aufgabe der Polizei (die ja nun mit der Ergreifung des ersten Täters erfolgreich war – vielen Dank für die gute Arbeit an dieser Stelle!) aber wir möchten in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hinweisen, dass wir den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes in den Monaten Mai bis Oktober letzten Jahres als einen Baustein möglicher Maßnahmen für die Sicherheit bei uns in Poing als sehr wirksam und positiv erachtet haben. Insofern regen wir an, auch heuer das Engagement eines privaten Sicherheitsdienstes – wie gesagt, immer zu sehen mit weiteren wichtigen Ansätzen wie z.B. Streetwork, anderen Präventionsangeboten und die enge Zusammenarbeit mit der Polizei -  zu prüfen.

Für die FWG-Fraktion
Günter Scherzl, Fraktionssprecher