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Archiv 2007

29. März 2007

Aus: Kommentar zur Gemeinderatssitzung vom 29. März 2007

Zum Thema "S-Bahn":

Wieder einmal stand das Thema "S-Bahn" auf der Tagesordnung. Laut Wirtschafts- und Verkehrsminister Erwin Huber gibt es ab Dezember eine "Verbesserung" auf der Strecke der S 2, nämlich eine "Express-S-Bahn", die nur in Markt Schwaben, Riem und am Ostbahnhof hält. 7000 Pendler können dann am Poinger Bahnsteig neiderfüllt auf die durchrauschenden Regionalzüge und Express-S-Bahnen blicken und weiterhin vergeblich auf einen 10-Minuten-Takt hoffen. Warum kann dieser "Expresszug" nicht auch in Poing halten? Diese Frage stellten zu Recht einige Gemeinderatsmitglieder. Herr Bürgermeister Hingerl kündigte eine gemeinsame Informationssitzung der Gemeinderäte aller Kommunen entlang der S 2-Ost an. Die Vertreter der Deutschen Bahn AG sollen dabei Rede und Antwort stehen. Ich fürchte allerdings, dass diese Vertreter nur das Gewinnstreben der Deutschen Bahn AG im Hinterkopf haben, mit dem Ziel diese AG möglichst bald an die Börse zu bringen. Dienstleistung für den Kunden, 10-Minuten-Takt, Sauberkeit der S-Bahnhöfe und vieles andere mehr stehen da als unrentable Kosten im Wege. Früher hörte man zuweilen noch etwas von Service bei der Deutschen Bahn AG, jetzt aber verkommt dieser Verein allmählich zu einer Einrichtung allein zum Geldverdienen (siehe auch Abschaffung des Verkaufes von Fahrkarten in Regionalzügen). Leider hat dieser privatisierte Monopolbetrieb nur das Auto als Konkurrenz. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Bayerische Staat als Auftraggeber der S-Bahn-Dienstleistungen seine Verantwortung wahrnimmt und seinem Auftragnehmer im Interesse einer vernünftigen Entwicklung von Stadtrandgebieten kräftig auf die Zehen tritt.

Alternatives Energiekonzept

Zum Thema "Alternatives Energiekonzept für die Gemeinde Poing":

Der Poinger Gemeinderat traf im Mai vergangenen Jahres, also noch lange vor dem UN-Bericht über die vom Menschen verursachten Klimaänderungen, der plötzlich Rote und Schwarze zu grünen Klimaschützern werden ließ, eine weitschauende Entscheidung. Er beschloss, die gesamte Energiesituation der Gemeinde Poing auf ökologische und wirtschaftlich sinnvolle Alternativen zu überprüfen. Dabei sollen insbesondere Vorschläge zur Senkung des Energiebedarfs und der Energiekosten erarbeitet werden. Dazu wurde die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., München, mit der Erstellung eines Konzeptes beauftragt. Der Leiter dieser Forschungsstelle, Herr Prof.Dr.-Ing. B. Mauch gab in der Sitzung einen Bericht über den derzeitigen Stand des Projektes. Er kündigte hierzu einen "Workshop" an, der am Donnerstag, den 26. April 2007 um 19.30 Uhr in der Aula der Hauptschule Poing stattfinden wird. Nachdem der UN-Bericht, dessen Seriosität keinen Zweifel zulässt, so manchen von uns in die Glieder gefahren ist, sollten wir diese Gelegenheit nutzen, unsere Gehirnwindungen zu aktivieren (um das denglische Wort "Brainstorming" zu vermeiden) und darüber nachdenken, was wir hier in Poing tun können, um das Leben unserer Kinder und Enkel nicht zu gefährden.

 

Zum Thema "Entwicklung der Gemeinde Poing":

 

Man vermutet, dass es Sir Winston Churchill war, der einmal gesagt hatte: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast". An diesen Spruch wurde man erinnert beim Vergleich der Prognosezahlen des Bayerischen Kultusministriums im Zusammenhang mit der geplanten Realschule in Poing und den Zahlen einer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftraum München erstellten Einwohnerprognose. Während die Prognose des Kultusministeriums eine Realschule derzeit in Poing nicht für notwendig erachtet, führen die Zahlen des Planungsverbandes zu einem entgegengesetzten Ergebnis. Der Gemeinderat zeigte sich entsetzt über diese Diskrepanz. Aufgrund persönlicher leidvoller Erfahrungen während meines Berufslebens mit "Prognosen" des Kultusministeriums , neige ich sehr zu Mißtrauen gegenüber den ministeriellen Daten.

 

Im übrigen bot die Studie des Planungsverbandes recht interessante Zahlen für Poing. So soll bis zum Jahre 2020 eine Einwohnerzahl im Bereich von 20000 erreicht werden. Im Jahre 2001 hatte die Gemeinde Poing die höchste Geburtenrate in ganz Deutschland.

 

Zum Thema: "Interkommunaler Gewerbepark zwischen Parsdorf und Grub":

 

Zunächst erscheint es sehr erfreulich, dass die beiden Großgemeinden Vaterstetten und Poing bei ihren Planungen für ein Gewerbegebiet("Gewerbepark") längs der Zubringerstraße zur Autobahn zwischen Parsdorf und Grub ihre Interessen rechtzeitig aufeinander abstimmen. Allerdings sollte auch in diesem sehr frühzeitigen Stadium mit offenen Karten gespielt werden, das war die Auffassung einer Reihe von Gemeinderatsmitgliedern. Wie sieht es zum Beispiel mit der weiteren Entwicklung der Einrichtungen in Grub aus? Grundsätzlich ist das vorgesehene Gebiet sehr gut für die Ansiedlung von Gewerbe geeignet, vor allem wegen der Nähe zur S-Bahn-Station Grub und zum Autobahnanschluss in Parsdorf. Die Aussicht, dass hier wohnortnahe Arbeitsplätze enstehen ist durchaus attraktiv. Allerdings sollte wegen der Lage im Westen von Poing besonders darauf geachtet werden, dass emissionsarmes Gewerbe angesiedelt wird. Bei der Lockung mit Gewerbesteuer sollte man vorsichtig sein, bei der unsicheren Aussicht dieser Einnahmequelle.

 

Dr. Hans Steinbigler

 

Vorsitzender der FWG Poing

 

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